15.09.2011
Postdamer Neuste Nachrichten: Verbraucherschützer machen Aigner Druck
Auch die FDP sieht zunächst die Länder in der Pflicht. „Solange die Länder nicht in der Lage sind, einheitliche Kontrollstandards zu gewährleisten, ist die Einführung des Hygiene-Barometers reine Schaufensterpolitik der Verbraucherminister der Länder“, kritisierte der verbraucherpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Erik Schweickert. Ein solches System mache nur Sinn, wenn zeitnahe Kontrollen aller Restaurants durchgeführt würden und auch schnelle Nachkontrollen im Falle von festgestellten Mängeln erfolgen könnten. Andernfalls gäbe es statt eines Transparenzgewinns für die Verbraucher nur Chaos und Wettbewerbsverzerrungen. Dies werde noch dadurch verschärft, dass gleich die letzten drei Prüfergebnisse kenntlich gemacht werden sollen, gab Schweickert zu bedenken. „Wenn aber nur alle drei bis fünf Jahre ein Kontrolleur vorbeischaut, führen solche Kennzeichnungssysteme den Verbraucher in die Irre“, sagte der Liberale.
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